Achim Plato , Portrait im Neckar Express, 24.10.1978
Das Portrait Achim Plato Zehn Jahre Künstlerischer Leiter der Freilichtspiele Schwäbisch Hall Für Achim Plato liegt das Erlebnis Theater in der Kindheit begründet, und seine Fortsetzung dann im Beruf des alltäglichen Lebens. Genauer: in einem Erlebnis, das ein Keim für seine Theaterleidenschaft war. Die Heimatstadt Dresden lag 1945 in Schutt und Asche. Das „Komödienhaus“ war nur dank der Errichtung von Bretterwänden bespielbar. Weihnachten stand vor der Tür. Man spielte ein Märchenstück „Blinke Bitzelchen“. Vermummt in dicke Schaals, Wollmützen und Mänteln saßen Kinder und Erwachsene im „Provisorium“. „Aber als der Vorhang sich öffnete und ein hellerleuchteter Himmel sichtbar wurde, waren die trostlosen Trümmerhaufen bei mir vergessen. Nach diesem ersten unvergesslichen Theatererlebnis gingen meine Tante und ich eine halbe Stunde durch Trümmerfelder nach Hause. Die Stromsperre setzte ein, und trotzdem feierten wir Weihnachten. Aber sächsische. Und die war besonde...